Die Menschen helfen beim Bau einer kleinen Forschungsstätte der Universität Frankfurt.
Und sie freuen sich, dass eine wichtige Institution in ihrem Dorf sein wird.

Die Menschen helfen beim Bau einer kleinen Forschungsstätte der Universität Frankfurt.
Und sie freuen sich, dass eine wichtige Institution in ihrem Dorf sein wird.

Kinder Nigerias voller Neugier und freundlichem Staunen

Gestern hat die Ministerin für Kommunikation und Information, Professor Dora Akunyili, eine neue Kampagne ins Leben gerufen, um das Image Nigerias und der Nigerianer im In- und Ausland zu verbessern.

Vizepräsident Jonathan Goodluck enthüllte das neue Logo und den Slogan im Internationalen Konferenzzentrum (ICC) in Abuja.
Die Ministerin sagte, man wolle mit dieser Kampagne erreichen, dass sie Nigerianern nun Bilden produzieren, die helfen, um an sich selbst zu glauben. Nur so könne langfristig das Image verbessert werden
“Nigeria hat reiche und vielfältige kulturelle Werte, um das Land besser zu machen. Leider haben die Handlungen von einigen wenigen und unsere Untätigkeit ihnen gegenüber sowie die schiefe Berichterstattung durch die internationalen Medien zu einem getrübten Bild über Nigeria geführt.”
Nun wie lautet der Slogan jetzt?
NIGERIA. Good People. Great Nation
Susanne Wenger, in Nigeria auch Adunni Olorisa genannt, ist im Alter von 94 Jahren im katholischen Krankenhaus in Osogbo gestorben. Susanne Wenger hatte am Rande der Stadt Oshogbo in Nigeria ein Waldstück gekauft und dort einen Hain der Yoruba errichtet. Seit 2005 gehört der Heilige Hain der Göttin Osun zum Weltkulturerbe. Der vom Fluss Osun durchflossene Wald wird als Wohnsitz der Osun, Orisha der Fruchtbarkeit, angesehen. Im Hain gibt es zahlreiche Heiligtümer und Schreine, Skulpturen und Kunstwerke zu Ehren von Yoruba-Gottheiten, die allesamt von Susanne Wenger entworfen und gebaut wurden.
In Übereinstimmung mit der Yoruba-Tradition nahmen bei ihrer Begräbniszeremonie hohe Chiefs des heiligen Ortes teil, einschließlich Ajagunna von Osogbo, Chief Gabriel Ojo Oparanti, Chief Popo Bolarinwa, der Otun Ajagunna Osogbo und Chiefs Nasiru Odetola, der Eeesa von Osogbo.

Susanne Wenger wurde 1915 als Tochter schweiz- österreichischer Eltern in Graz geboren. In Graz, wo sich damals eine umtriebige vorwiegend linksintellektuelle Künstlerszene gebildet hatte, besuchte sie die Kunstgewerbeschule. Anschließend ging sie nach Wien, um an der Akademie für Bildende Kunst zu studieren. In Wien verkehrte sie in einer politisch agierenden Gruppe um Maria Biljan-Bilger (Malerin und Bildhauerin: 1912 - 1997), die sie noch aus ihrer Grazer Zeit kannte. Sie agitierte gegen den drohenden Anschluss Österreichs an Deutschland und ging nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die innere Emigration.
1949 ging Susanne Wenger nach Paris, wo sie den Sprachwissenschaftler Ulli Beier kennenlernte, dessen erste Frau sie wurde. 1950 ging das Paar nach Afrika, wo Beier englische Literatur unterrichten sollte. Nachdem sie von einer schweren Erkrankung genesen war, wendete sich Susanne Wenger völlig der einheimischen Yoruba-Religion zu, wurde deren Priesterin und widmete ihr künftiges künstlerisches Werk hauptsächlich der Errichtung und Restaurierung heiliger Schreine und Kultstätten dieser Religion.
Erst in den letzten Jahren wurde durch zahlreiche Dokumentationen ausführlich über ihr Werk und ihr Wirken in Nigeria berichtet.
Diese beiden Kinder in Taraba-State (Bundesstaat im Südosten Nigerias an der Grenze zu Kamerun)
gehen - wie andere 19 Millionen Kinder in Nigeria - nicht in die Schule, weil sie der Familie beim Überleben helfen müssen.

2009 muss das Jahr für Präsident Yar’Adua werden. Seit Mai 2007 im Amt, hat sich für die überwiegende Mehrheit der nigerianischen Bevölkerung bisher keine Verbesserung ihrer alltäglichen Lebensumstände eingestellt. Das gebetsmühlenartig Wiederholen der 7-Punkte-Agenda geht den meisten Nigerianern mittlerweile ziemlich auf die Nerven. Unmut macht sich breit in der Erfindung neuer Spitznamen für den Präsidenten: von “Baba go slow”, über “U-turn-” zu “Standstill-President”. Aber letztlich sind die Nigerianer optimistische Menschen. Sie hoffen, dass der Präsident in diesem Jahr dynamisch und konsequent agiert. Die allgemeine Erwartung ist jedenfalls sehr hoch.

Zwei Gründe konnte man als Erklärung für das scheinbar gemächliche Tempo immer wieder hören. Zum einen wird auf die angeblich schlechte gesundheitliche Verfassung des Präsidenten hingewiesen und zum anderen galt die ungeklärte Frage der Legitimation seiner Wahl im April 2007 als ein Klotz am Bein.
Der Präsident behauptet unablässig, dass er fit genug für den Job ist (was ziemlich viele Nigerianer bezweifeln). Er hat bei seiner Rede zum Jahrestag seiner Wahl erklärt, warum seine Regierung sorgsam an die Problemlösung herangehe. Man müsse erst ein intensive Bestandsaufnahme durchzuführen. Erst dann könne man belastbar planen.
Als ein weiterer gewichtiger Grund für die Geschwindigkeit bei der Umsetzung der 7-Punkte-Agenda wurde in der mangelnden Handlungsfähigkeit des Präsidenten gesehen, dessen Wahl vor dem Obersten Gericht Nigerias angefochten wurde. Dieses Problem ist seit Ende 2008 endgültig gelöst. Das Oberste Gericht hat in den beiden Fällen zu Gunsten von Präsidenten Yar’Adua entschieden. Kurz vor Weihnachten war auch die Kabinettsumbildung abgeschlossen.
Mit einem rund erneuertem Kabinett, einem Erfolg beim Obersten Gericht und der persönlichen Versicherung einer guten Gesundheit werden die Nigerianer wohl kaum noch weitere Entschuldigungen akzeptieren. Es gibt jetzt keine Ausreden mehr. 2009 müssen dem Präsidenten überzeugende Beweise gelingen, sonst werden die Yar´Adua-Jahre als verlorene Jahre in die Geschichte des Landes eingehen.
Die Auseinandersetzung zwischen dem Ex-Vorsitzenden der Anti-Korruptionsbehörde (EFCC), Nuhu Ribadu und der nigerianischen Polizei hat ein unrühmliches, wenn gleich auch ein vorhersehbares Ende gefunden. Die Polizeiführung hat sich jetzt für den einfachsten Weg entschieden und Ribadu kurz vor Weihnachten einfach entlassen. Die Gründe lauten: fehlende Disziplin, Gehorsamsverweigerung und unerlaubte Abwesenheit vom Dienst. Dennoch ist dieser Schritt nicht ohne Risiko, da Ribadu seinen Fall (Degradierung zum Deputy Commissioner of Police) vor Gericht anhängig gemacht hat und die Richter bereits verlautbart hatten, keine Seite solle vor der Verhandlung Fakten schaffen. Die Führung der Polizei hat jetzt aber Fakten geschaffen. Die Reaktion von Ribadus Anwalt war deshalb unmissverständlich. “Wir haben mit dem großen Unverständnis die Nachricht von der behaupteten Entlassung unseres Klienten, Malam Nuhu Ribadu von der Polizei von Nigeria erhalten.” Von einem schamlosen Missbrauch der Gesetze und von Missachtung des gerichtlichen Prozesses ist die Rede und die Entscheidung würde im Gerichtshof fallen.

Zur Erinnerung: Nuhu Ribadu war von seinem damaligen Chef, Ex-Staatspräsident Obasanjo mehrmals befördert worden, zuletzt in den Rang eines Assistant Inspector of Police. Er hat sich nicht selbst in diese Position erhoben, sondern wurde vom Regierungschef und Staatsoberhaupt in diesen Rang befördert. Nach dem Regierungswechsel verlor Ribadu nicht nur die Position als Vorsitzender der EFCC, sondern seine Beförderung wurde mit der von 139 anderen Polizeibeamten rückgängig gemacht; für null und nichtig erklärt, da die zuständige Kommission nicht zugestimmt habe. Diese Entscheidung sowie die Versuche der Polizei, die Degradierung durch entsprechende Dienstanweisung zu zementieren, werden von Ribadu vor Gericht angefochten. Da Ribadu die Versetzungen in eine geringere Position nicht öffentlich akzeptieren kann und deshalb ablehnen musste, wird ihm jetzt von der Polizei als Ungehorsam ausgelegt. Der nicht vollzogene Dienstantritt in einer weniger bedeutende Position wird ihm als unerlaubte Abwesenheit vom Dienst zur Last gelegt. Da Ribadu eben so wenig in der Uniform eines Assistant Inspector of Police oder der eines Deputy Commissioner of Police erscheinen konnte, da darin einerseits ein Verstoß oder andererseits eine Akzeptanz der Degradierung gesehen worden wäre, erschien er in öffentlichen Anlässen nicht wie vorgeschrieben in Uniform, sondern in Zivil. Dies wird ihm als undiszipliniertes Verhalten angekreidet.
Diese drei Gründe sind die vorgeschobenen Argumente seiner Entlassung. Natürlich entsteht der Eindruck, das Ganze sei geschickt eingefädelt, aber warten wir ab, was noch passiert. Jedenfalls haben die mächtigen Drahtzieher im Hintergrund, denen Ribadu ziemlich fest auf die Zehen gesprungen war, ein wichtiges Etappenziel erreicht.
Die Anti-Korruptionsbehörde EFCC erklärte, dass der frühere Minister für das Hauptstadtgebiet, Malam Nasir el-Rufai, einer Vorladung der Behörde nicht Folge geleistet habe und deshalb nun zur Fahndung ausgeschrieben wurde. Es soll sogar ein Interpol-Haftbefehl ausgestellt werden. Das ist der zweite Fall, in dem nigerianische Behörden extrem hart gegen ehemalige enge Mitarbeiter von Ex-Präsident Obasanjo vorgehen. Der Sprecher der Behörde, Femi Babafemi, erklärte, dass der ehemalige Minister sich “wegen Amtsvergehen und Veruntreuung von Staatsmitteln in einer Höhe von 32 Milliarden Naira verantworten soll.” Der Ex-Minister geht, wie sein Sprecher mitteilte, vor Gericht.

El-Rufai studiert zur Zeit an der Kennedy School for Governance in Harvard (Boston, Massachusetts). Babafemi behauptete, dass die EFCC El-Rufai “vor einige Wochen” angeschrieben und ihn für den 28. November 2008 vorgeladen habe. El-Rufai hat diese Vorladung nicht wahrgenommen, weil er erst sein Studien abschliessen will. Er beschuldigte die EFCC der Hexen-Jagd. Er hat zudem beim Obersten Bundeszivilgericht in Abuja eine Klage eingereicht, mit dem Ziel eine einstweilige Verfügung zu erreichen, die der EFCC verbietet, ihn weiter zu verfolgen. Gegenüber dem Hausa Dienst der BBC bestritt er jede Beteiligung an Korruption während seiner Amtszeit als F.C.T. Chef.
Der Ex-Gouverneur von Edo State, Lucky Igbinedion, wurde gestern durch das oberste Bundesgericht in Enugu zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt, weil er sein Vermögen absichtlich falsch deklariert hatte. Die Gesetze Nigerias verlangen von den Verantwortlichen in der Regierung und in anderen öffentlichen Ämtern, dass sie zu Beginn ihrer Tätigkeit, ihre Vermögensverhältnisse offenlegen.

Igbinedion
Die Antikorruptionsbehörde EFCC zeigte sich in einer ersten Reaktion über das gnädige Urteil enttäuscht war und kündigte Berufung an. Igbinedion entkam mit knapper Not einer fünfjährigen Gefängnisstrafe. Richter Kafarati räumte dem Angeklagten die Möglichkeit ein, die nicht erklärte Summe von 3,5 Millionen Naira als Strafmass zu bezahlen. In Anbetracht der Summe, die von Igbinedion in seiner achtjährigen Amtszeit als Gouverneur verschwendet wurde oder auf ausländische Konten verschwunden ist, muss dieses Urteil als eine Farce und als ein Schlag in das Gesicht der EFCC gesehen werden.
Drei Monate hat es gedauert. Aber kurz vor Weihnachten ist es dann doch vollbracht. Das neue Kabinett Nigerias steht, bis auf drei Ausnahmen sind alle Verantwortlichkeiten neu verteilt. Dennoch gab es noch die eine oder andere Überraschung. 16 neue Minister wurden vorgestellt, einige Minister mussten ihre Posten aufgeben und wurden mit anderen Aufgaben beauftragt. Lediglich der Justizminister, der Außenminister und der Landwirtschaftsminister blieben auf ihren alten Posten.

Überraschend war die Versetzung von Finanzminister Usman, der neuer Nationaler Planungsminister wird. Es wurde noch keine neuer Finanzminister ernannt und ebenfalls das neu geschaffene Ministerium für das Niger-Delta blieb unbesetzt.
Hier die Liste:
• Chief Mike Aondoakaa - Attorney Gen & Minister of Justice
• Dr. S. Abba Ruma - Minister of Agric & Water Resources
• Mrs. Fidelia A. Njeze - Minister of State, Agric & Water Resources
• Mr. Babatunde Omotoba - Minister of Aviation
• Senator Bello J. Gada - Minister of Culture & Tourism
• Dr. Shettima Mustapha - Minister of Defence
• Mr. Ademola Seriki Minister of State, Defence
• Dr. Sam Egwu - Minister of Education
• Hajia Aishatu Dukku - Minister of State, Education
• Mr. John Odeh - Minister of Environment
• Senator M.A. Aliero - Minister of FCT
• Mr. J.C. Odom - Minister of State, FCT
• Mr. Remi Babalola - Minister of State, Finance
• Chief Ojo Maduekwe - Minister of Foreign Affairs
• Alhaji Jibril Maigari - Minister of State F.A., I
• Ambassador Bagudu Hirse - Minister of State F.A., II
• Prof. B. Osotimehin - Minister of Health
• Dr. A.I. Hong - Minister of State, Health
• Prof. D. Akunyili - Minister of Information & Communication
• Alhaji Aliyu Ikra Bilbis - Minister of State, Information & Communication
• General Godwin Abbe - Minister of Interior
• Chief A. Kayode - Minister of Labour
• Mrs. Deziani Allison- Madueke - Minister of Mines & Steel Development
• Dr. Shamsudeen Usman - Dep. Chairman/Minister of National Planning Commission
• Elder G. Orubebe - Minister of State, Niger Delta Affairs
• Dr. Rilwanu Lukman - Minister of Petroleum
• Mr. O. Ajumogobia - Minister of State, Petroleum
• Dr. I.Y. Lame - Minister of Police Affairs
• Arch. Nuhu Wya - Minister of State, Power
• Dr. A. B. Zaku - Minister of Science & Technology
• Engr. S.M. Ndanusa - Minister/Chairman National Sports Commission
• Alhaji Ibrahim Bio - Minister of Transport
• Mrs. S.H. Sulaiman - Minister of Women Affairs
• Dr. Hassan M. Lawal - Minister of Works & Housing
• Mrs. Grace Ekpiwhre - Minister of State, Works & Housing
• Senator A. Olasunkanmi - Minister of Youth Development
• Ambassador A. Kazaure - Minister of Special Duties