Über die Webseite Netzpolitik.de

Written by Joachim Schmillen. Posted in Netzpolitik

Als ich Anfang der 90er Jahre die Webseite netzpolitik.de anmeldete, so geschah das aus der Überlegung heraus, die ich dann später etwas länger in einem Aufsatz (Stau auf dem Datenhighway) ausformuliert habe. Ich wollte wissen, hinterfragen und begleiten, wie sich das Netz, das Internet auf die Politik auswirken würde, ebenso wie sich die Politik dem Netz gegenüber verhalten würde und wie sich Politik unter den Bedingungen einer neuen Kommunikationsmöglichkeit gestalten würde. Wenn ich mir die Entwicklung anschaue, finde ich meinen Aufsatz weitsichtig, aber auch immer noch aktuell.

Politik im Netz war damals weitgehend eine Veranstaltung von Mailbox-Systemen, über die man sich austauschte. Die ersten hand-gebastelten Internetauftritte entstanden. Es war lange vor Twitter oder Facebook. Dass sogar eine politische Partei wie die Piraten entstehen würde, die ihre Existenz in weiten Teilen dem Netz verdankt, erschien mir geradezu utopisch. 


 

Der Veränderungsprozeß, den ich in den beiden Jahrzehnten mit erleben durfte und die Geschwindigkeit des Wandels hat ein Ausmaß erreicht, das ich mit diesem Tempo in einer One-Man-Seite nicht mehr Schritt halten konnte. Gleichwohl werde ich diese Seite behalten, auch wenn sie nicht den Erwartungen all der Menschen gerecht werden wird, die sich verirren, weil sie zu netzpolitik.org wollen und sich dann vertippen.

Die Seite hat mich in verschiedene Länder begleitet und viele verschiedene Erfahrungen widergespiegelt. Auch wenn ich mich über alle freue, die sich hierhin verirrt haben und die dann doch vielleicht auch den Stau auf dem Datenhighway lesen, so will ich jede/jeden Besucher/in ausdrücklich zum Besuch von netzpolitik.org ermuntern.